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    Die Stadt vor den Bergen

    Landau in der Pfalz

    Die Marktstadt der Südpfalz war Reichsstadt, französische Festung, bayerische Garnison – und der Geburtsort des Mannes, der dem Weihnachtsmann sein Gesicht gab. Von Rhodt aus gesehen: die große Schwester in der Ebene.Band VI · Autor: Roland A. L. Gerlinger

    1268 – 1521

    Eine Stadt aus zweiter Hand

    Landau bekam sein Stadtrecht nicht geschrieben, sondern kopiert – wortgleich von Hagenau im Elsass. Es hat der Stadt eine Richtung gegeben, die fünfhundert Jahre hielt.

    Um 1260 legte Graf Emich IV. von Leiningen-Landeck in der Queichniederung eine Siedlung an – als Vorfeld seiner Burg Landeck, nicht als Handelsprojekt. Es ist derselbe Emich, dem sein Bruder, der Speyerer Bischof, wenige Jahre zuvor die Rietburg über Rhodt übertragen hatte; die beiden Orte, von denen unsere Reihe erzählt, gehören am Anfang demselben Mann. Landau ist damit von der ersten Stunde an eine Stadt, deren Daseinsgrund Verteidigung hieß; es wird dieses Erbe nie ganz los. 1268 taucht der Ort erstmals in einer Urkunde auf, und zwar bereits als „civitas“, als Stadt.

    Am 30. Mai 1274 verlieh König Rudolf von Habsburg die Stadtrechte: Ratsverfassung, Wochenmarkt, Stadtmauer, Selbstverwaltung. Das Bemerkenswerte daran ist die Methode – Rudolf formulierte kein neues Recht, sondern übertrug wortgleich das Stadtrecht von Hagenau. Das war damals durchaus üblich, denn ein erprobtes Recht ersparte Streit; es band die neue Stadt aber auch an eine Rechtsfamilie. Landau trat in die elsässische ein, und diese Zugehörigkeit wirkte lange: 1521 trat die Stadt der Dekapolis bei, dem 1354 gegründeten Bund der zehn elsässischen Reichsstädte, die gemeinsam ihre Freiheiten gegen Fürsten und Bischöfe verteidigten. Die Orientierung nach Westen war Landau in die Gründungsurkunde geschrieben.

    1291 erhob Rudolf die Stadt zur Reichsstadt, was hieß: keinem Landesherrn unterworfen, sondern allein dem Kaiser – der weit weg war und selten etwas verlangte. Das war der beste Rechtsstatus, den eine Stadt im Reich haben konnte. Auf dem Papier. Tatsächlich wurde Landau 1324 an den Bischof von Speyer verpfändet und erst 1511 von Kaiser Maximilian I. wieder ausgelöst: hundertsiebenundachtzig Jahre Pfand. Wie das funktionierte, erzählt unser Band über die Rietburg – der Kaiser brauchte Geld, gab dafür Einkünfte und Rechte weg und behielt das Recht auf Rückkauf. Eine freie Reichsstadt, die den größten Teil ihres Spätmittelalters nicht sich selbst gehörte: auch das eine Landauer Erfahrung.

    Gut ging es der Stadt trotzdem. Ab 1282 entstand die gotische Stiftskirche, ab 1349 ihr Turm, ab 1344 die Katharinenkapelle mit Malereien aus der Bauzeit, im frühen 15. Jahrhundert ein städtisches Kaufhaus – ein Gebäude, in dem Waren gelagert, gewogen und verzollt wurden und das damit das Herz des Handels war. Markt und Warenlager machten Landau zum Handelsplatz der Region, zu jenem Marktort, in den auch die Winzer der umliegenden Dörfer ihre Fässer fuhren. Die Verbindung nach Rhodt, acht Kilometer bergwärts, ist so alt wie die Stadt selbst.

    Die Stiftskirche – begonnen 1282, der Turm ab 1349. Das älteste Selbstbewusstsein der Stadt.
    Die Stiftskirche – begonnen 1282, der Turm ab 1349. Das älteste Selbstbewusstsein der Stadt.Foto: Chris06, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

    1687 – 1691

    Vierzehntausend Deutsche bauen eine französische Festung

    1688 begann in Landau das größte Bauprojekt seiner Geschichte – geplant vom berühmtesten Festungsbauer aller Zeiten, errichtet von Arbeitern aus dem Land, gegen das es sich richtete.

    Ludwig XIV. hatte Landau im Zuge seiner Reunionspolitik an sich gezogen. Das Verfahren verdient eine Erklärung, weil es so kühl war: Frankreich hatte in den Friedensschlüssen bestimmte Gebiete erhalten – und richtete daraufhin eigene Gerichte ein, die feststellten, welche weiteren Orte historisch von diesen Gebieten „abhingen“. Was sie zusprachen, wurde besetzt. Auf diese Weise wanderten ganze Landstriche ohne Krieg über die Grenze, und Landau war einer davon. Im September 1687 schickte der König seinen besten Mann.

    Sébastien Le Prestre de Vauban, Generalkommissar der Festungen, war der Erbauer von am Ende rund hundertsechzig Anlagen und der Erfinder jener Belagerungstechnik mit parallel vorgetriebenen Gräben, die den Festungskrieg bis ins zwanzigste Jahrhundert bestimmte. Am 9. Oktober reichte er die Pläne ein, im November genehmigte sie der König. Landau sollte der östlichste, der exponierteste Pfeiler der „Ceinture de Fer“ werden, des eisernen Gürtels von Festungen, mit dem Frankreich seine Grenzen sicherte – das „Tor zum Elsass“.

    Am 28. April 1688 legte Kriegsminister Louvois persönlich den Grundstein – nicht der Ingenieur, der Minister: Das zeigt den Rang des Projekts. Und dann begann ein Schauspiel von bitterer Ironie. Vierzehntausend deutsche Arbeiter, geschützt von sechzehn französischen Bataillonen, bauten die Festung, deren Zweck die Sicherung Frankreichs gegen das Reich war. Für den Materialtransport wurde eigens ein sieben Kilometer langer Kanal von Albersweiler gegraben, auf dem Barken Holz, Kalk und Steine heranführten – ein Wasserweg als Nebenprodukt eines Kriegsbauwerks.

    In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 1689 brannten rund achtzig Prozent der Wohnhäuser nieder. Die Quellen nennen keine Ursache – es war die Zeit des Pfälzischen Erbfolgekriegs, in dem französische Truppen planmäßig pfälzische Städte niederbrannten und in dem auch das Hambacher Schloss in Flammen aufging, aber für Landau lässt sich nichts beweisen. Fest steht das Ergebnis: Jacques de Tarade, Vaubans Schüler und seit demselben Jahr Bauleiter, zeichnete den Wiederaufbauplan. Die Bürgerstadt entstand neu – nach dem Maß und im Schatten der Festung. 1691 waren die Kernwerke fertig.

    Vauban selbst ist eine Geschichte für sich: der Mann, der Festungen baute und sie ebenso methodisch brach – 1703 leitete er in Breisach persönlich die Artillerie. Und der am Ende seines Lebens, 1707, eine Schrift veröffentlichte, die nichts mit Mauern zu tun hatte: „La Dîme royale“, der Vorschlag einer einheitlichen Zehnprozentsteuer auf alle Erträge, adelige Privilegien eingeschlossen. Das Buch wurde verboten, und der größte Festungsbauer Europas starb als früher Steuerreformer.

    Plan der Belagerung von Landau – gezeichnet von der französischen Ingenieursfamilie Naudin.
    Plan der Belagerung von Landau – gezeichnet von der französischen Ingenieursfamilie Naudin.Familie Naudin, gemeinfrei über Wikimedia Commons

    1702 – 1815

    Viermal den Herrn gewechselt in elf Jahren

    Eine Festung dieser Güte zieht Belagerungen an wie ein Magnet das Eisen. Landau wurde zur meistbelagerten Stadt seiner Epoche – und zur französischsten Deutschlands.

    Im Spanischen Erbfolgekrieg – jenem Streit darüber, wer nach dem Aussterben der spanischen Habsburger deren Reich erben durfte – wurde Landau zum Wechselgeld der Mächte. 1702 nahmen es die Kaiserlichen, 1703 holte es Marschall Tallard nach dreißig Tagen Belagerung für Frankreich zurück, 1704 fiel es wieder an die Kaiserlichen, 1713 endgültig an Frankreich. Vier Herrschaftswechsel in elf Jahren, und jeder brachte Einquartierungen, Kontributionen und neue Eide. Die Bürger lernten, Fahnen schneller zu wechseln als Meinungen.

    Dann aber blieb es französisch, ein ganzes Jahrhundert lang, durch Revolution und Empire hindurch, bis 1815/16. Rechnet man zusammen, stand Landau hundertachtundzwanzig Jahre unter Frankreich – länger als jede andere deutsche Stadt. Das Deutsche Tor und das Französische Tor, die beiden erhaltenen Festungstore, tragen diese Doppelnatur bis heute im Namen: eine Stadt mit zwei Richtungen, in Stein gefasst.

    In die letzte französische Phase fällt auch eine Personalie, die den Leser dieser Reihe aufhorchen lässt. Von 1814 bis 1818 – in den Umbruchsjahren zwischen Empire und Bayern – amtierte in Landau ein Bürgermeister namens Karl Heinrich Schattenmann. Es ist derselbe Mann, der 1812 das Rhodter Schlössel gekauft hatte und der später den Weinbau reformieren sollte. Der Reformer des Weinbergs hat zuvor eine Festungsstadt durch den Machtwechsel verwaltet – und zwar unter drei Regierungen nacheinander, ohne dass ihn eine davon absetzte.

    Und noch einmal kreuzen sich hier die Fäden dieser Reihe. Vom 29. Juli bis zum 16. August 1833 tagte in Landau ein außerordentliches Assisengericht gegen dreizehn Angeklagte des Hambacher Festes, darunter Siebenpfeiffer und Wirth – und die Geschworenen sprachen die Hauptangeklagten vom Vorwurf der Aufwiegelung frei. Das französische Recht, das die Stadt so lange geprägt hatte, hielt schützend die Hand über die deutschen Demokraten. Es ist eine der wenigen Stellen, an denen hundertachtundzwanzig Jahre Fremdherrschaft am Ende einen unbestreitbaren Ertrag abwarfen.

    1840 – 1902

    Der Landauer, der den Weihnachtsmann erfand

    In einer Kaserne der bayerischen Garnison Landau kam 1840 ein Junge zur Welt, dessen Bilder heute jeder Mensch auf der Welt kennt – ohne seinen Namen zu wissen.

    Thomas Nast wurde am 26. September 1840 in Landau geboren, in der Kaserne – sein Vater Joseph spielte die Posaune in der Kapelle des 9. bayerischen Regiments. 1846 wanderte die Familie nach New York aus; der Junge war sechs und sprach kein Wort Englisch. Mit achtzehn veröffentlichte er seine erste Zeichnung in Harper's Weekly, dem führenden illustrierten Blatt der Vereinigten Staaten. Es ging um Polizeikorruption – das Thema seines Lebens war früh gefunden.

    Was dann kam, hat die Bildsprache der Welt verändert. 1863 zeichnete Nast für Harper's Weekly einen rundlichen, bärtigen, pelzvermummten Weihnachtsmann – das Bild, aus dem der moderne Santa Claus wurde. Er erfand den Elefanten der Republikaner, machte den Esel zum Zeichen der Demokraten, gab Uncle Sam den Spitzbart. Vier Symbole, die bis heute jede amerikanische Wahlnacht und jedes Weihnachtsfest bevölkern – erdacht von einem Pfälzer aus der Landauer Kaserne.

    Seine schärfste Waffe blieb die Karikatur als Anklage, und sie war wirksamer, als es heute vorstellbar ist. Mit jahrelangen Bildkampagnen brachte er den New Yorker Politik-Paten „Boss“ Tweed zu Fall, dessen Ring die Stadt um Millionen betrogen hatte. Tweed soll gesagt haben, die Artikel könnten ihm nichts anhaben – aber „diese verdammten Bilder“ verstünden auch seine Wähler, die nicht lesen konnten. Es ist die genaueste Beschreibung dessen, was eine Karikatur leistet, und sie stammt vom Opfer.

    Nast starb 1902 in Guayaquil in Ecuador, wohin ihn Präsident Roosevelt als Generalkonsul entsandt hatte, am Gelbfieber. Landau hat lange gebraucht, um sich an ihn zu erinnern – dabei ist er womöglich der wirkmächtigste Bildkünstler, den die Pfalz je hervorgebracht hat. Wer an Heiligabend eine Weihnachtsmann-Figur aufstellt, stellt ein Stück Landau auf.

    Thomas Nast, Selbstporträt – der Junge aus der Landauer Kaserne, der Amerikas Bilder schuf.
    Thomas Nast, Selbstporträt – der Junge aus der Landauer Kaserne, der Amerikas Bilder schuf.Selbstporträt, gemeinfrei über Wikimedia Commons

    1871 – 1914

    Als die Mauern fielen, kam das Geld

    1871 verlor die Festung ihren Sinn – und Landau gewann eine Zukunft. Kaum eine Stadt hat vom Abriss ihrer Mauern so profitiert.

    Mit der Annexion des Elsass 1871 verschwand die Grenze, die Landau bewachte: Sie lag nun vierzig Kilometer weiter westlich, und eine Festung, die nichts mehr sichert, ist nur noch ein Korsett. Preußen ließ die Anlage schleifen; nur das Deutsche und das Französische Tor blieben stehen. Was wie ein Bedeutungsverlust aussieht, war eine Befreiung: Zum ersten Mal seit 1688 konnte die Stadt über ihren eigenen Rand hinauswachsen, und plötzlich lagen Hunderte Hektar bestes Bauland um sie herum.

    Und sie wuchs mit Stil. Auf dem Festungsgelände entstanden Ringstraßen nach Wiener Vorbild, gesäumt von Sandsteinbauten, Villen und öffentlichen Prachtbauten; Landau wurde zum Zentrum des pfälzischen Weinhandels und galt bald als wohlhabendste Stadt der Pfalz. Die Fässer aus Rhodt und den Nachbardörfern liefen durch Landauer Kontore in die Welt – der Wohlstand der Weindörfer und der Glanz der Stadt waren zwei Seiten derselben Rechnung.

    Aus dieser Ära stammt auch das Standbild des Prinzregenten Luitpold von 1892, das einzige Reiterdenkmal der Pfalz, und die Erinnerung an seinen Besuch von 1894, als die Stadt sich mit Fahnen, Obelisken und vergoldeten Löwen schmückte. Und in dieser Ära fuhren jene wohlhabenden Landauer Damen die acht Kilometer nach Rhodt hinauf, denen der Wirt Ferdinand Seitz 1903 das Literglas hinstellte – der „Rhodter Piff“ ist, genau besehen, auch ein Kapitel Landauer Sozialgeschichte.

    Übrigens verdankt die Welt dieser Stadt noch ein zweites Alltagswort. Der „Landauer“, die viersitzige Kutsche mit klappbarem Verdeck, trägt ihren Namen; im örtlichen Museum steht ein Nachbau. Eine Stadt, die einem Kutschentyp und dem Weihnachtsmann zu Namen und Gesicht verhalf, muss sich um ihren Platz in der Kulturgeschichte keine Sorgen machen.

    1938 – 1945

    Die Synagoge, der Schwarze Freitag

    Auch das gehört zu Landau: eine der größten jüdischen Gemeinden der Pfalz, eine niedergebrannte Synagoge – und ein Bombenkrieg, der zwei Fünftel der Stadt nahm.

    Landau beherbergte über Jahrhunderte eine der größten jüdischen Gemeinden der Pfalz. Ihre Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Synagoge gehörte zu den stolzesten Bauten der Ringstraßenzeit – sie war, wie die Villen daneben, ein Zeichen dafür, dass man in dieser Stadt angekommen war. In der Pogromnacht des 9. November 1938 wurde sie niedergebrannt. Die Gemeinde, die die Stadt mit aufgebaut hatte, wurde entrechtet, vertrieben, deportiert. Stolpersteine im Pflaster tragen heute die Namen.

    Dann kam der Krieg zurück in die Stadt, die einmal Festung gewesen war. Fünfunddreißig Luftangriffe trafen Landau; der schwerste am 16. März 1945, dem „Schwarzen Freitag“, als 1.045 Tonnen Bomben fielen. Vierzig Prozent der Stadt wurden zerstört, 586 Menschen starben – Wochen vor Kriegsende und ohne dass die Stadt noch militärisch etwas bedeutet hätte.

    Nach 1945 wurde Landau französische Garnisonsstadt – ein letzter, friedlicherer Widerhall der alten Bindung. Die Trikolore über der Queich war diesmal die eines künftigen Verbündeten; als die Truppen Ende des Jahrhunderts abzogen, hinterließen sie Kasernen, aus denen die Stadt Neues machte. Wie sie das tat, steht im letzten Kapitel.

    Seit 1990

    Universität, Gärten, Wein

    1990 wurde aus der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule eine Universität, und Landau zählte seither zu den kleinsten Universitätsstädten Deutschlands. Seit dem 1. Januar 2023 gehört der Standort zur neuen Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau; gefeiert wurde die Gründung im Februar 2023 auf dem Hambacher Schloss. Man sollte diesen Ort nicht übersehen: Eine Universität, die eine Feier braucht, wählt dafür die Burg, auf der 1832 die Versammlungsfreiheit gefordert wurde.

    2015 verwandelte die Landesgartenschau das Gelände ehemaliger Kasernen in Parklandschaft. Es ist inzwischen die dritte Verwandlung dieser Art: erst Festung, dann Ringstraßen, dann Kasernen, dann Park – Landau hat gelernt, aus militärischen Hinterlassenschaften zivile Orte zu machen, und zwar dreimal hintereinander. Heute leben rund 48.000 Menschen hier.

    Geblieben ist der Wein. Landau ist mit seinen eingemeindeten Weindörfern eine der größten weinbautreibenden Kommunen Deutschlands, und die Südliche Weinstraße hat in der Stadt ihr wirtschaftliches Zentrum. Wer in Rhodt im Weinberg steht und in die Ebene schaut, sieht die Türme von Landau – die Marktstadt, den Gerichtsort, das Tor zur Welt, seit siebenhundert Jahren.

    Kurz notiert

    • 1268 „civitas“, 1274 Stadtrecht nach Hagenauer Vorbild, 1291 Reichsstadt
    • 1324–1511 an Speyer verpfändet, 1521 Beitritt zur elsässischen Dekapolis
    • 1688–1691 Festungsbau durch Vauban – 14.000 Arbeiter, eigener Kanal von Albersweiler
    • 1702–1713 vier Herrschaftswechsel; insgesamt 128 Jahre französisch
    • 1814–1818 Bürgermeister Karl Heinrich Schattenmann – der spätere Herr des Rhodter Schlössels
    • 1833 Freispruch für Siebenpfeiffer und Wirth vor den Landauer Assisen
    • 26. September 1840 Geburt von Thomas Nast, dem Schöpfer des modernen Weihnachtsmanns
    • 1871 Schleifung der Festung, danach wohlhabendste Stadt der Pfalz
    • 16. März 1945 „Schwarzer Freitag“ – 40 Prozent der Stadt zerstört, 586 Tote
    • Heute rund 48.000 Einwohner, Universitätsstandort der RPTU, Zentrum der Südlichen Weinstraße